Bilder von Bass gegen Beton am 21.09. und 11.10.2025 – Stadtautobahn stoppen!

14.12.24 Romantischer Weihnachtsprotest gegen Thurn und Taxis – Gratis Punsch und Plätzchen statt Rechtspopulismus!

Am Samstag, 14.12., wurde im Rahmen eines Aktionsbündnisses diverser engagierter Gruppen aus Regensburg eine Protestaktion gegen Rechtspopulistin Gloria von Thurn und Taxis und ihren Weihnachtsmarkt veranstaltet. Hierbei fand sich die Versammlung am Emmeramsplatz zusammen und brachte ihren Protest vor die Tore des Schlosses. Die Aktion richtete sich vor allem gegen die diskriminierenden und klimawandelleugnenden Aussagen, die die Möchtegern-Fürstin allzu oft verlauten lässt. Gleichzeitig betonten die Aktivist*innen die Kritik am kapitalistischen Wirtschafts- und Gesellschaftssystem, welches erst ermögliche, dass Persönlichkeiten wie Gloria von Thurn und Taxis in dieser Form existieren können. 

„Gloria von Thurn und Taxis fällt seit Jahren durch zutiefst rassistische und queerfeindliche Äußerungen auf. Zudem ist sie gut vernetzt mit dem autokratischen Nationalisten Viktor Orbán und dem rechtsaußen US-Supreme Court Richter Samuel Alito. Auch der Organisator des Potsdamer Treffen, bei dem Rechtsextreme und ranghohe AfD-Mitglieder zusammenkamen, Gernot Mörig, war schon auf Schloss St. Emmeram zu Besuch. Doch weiterhin findet Gloria im Stadtbild immer noch positiv durch ihren überteuerten Weihnachtsmarkt oder die Schlossfestspiele statt. Wir wollen die Leute aufklären. Viele wissen ja nicht mal, wem sie ihr Geld da geben“, erklärte Sprecher*in Jona Hildebrandt von Fridays forFuture Regensburg.

Der „Romantische Weihnachtsprotest gegen Thurn und Taxis“ hatte den ganzen Abend über ein vielfältiges Programm zu bieten. Von Redebeiträgen, über politischen Weihnachtsgesang bis hin zu Poetry Slam war alles vertreten. Zudem gab es 15 Stände mit Kunst, Plätzchen, Heißgetränken und warmem Essen – alles auf freiwilliger Spendenbasis, um einen für alle zugänglichen Alternativvorschlag zum teuren Weihnachtsmarkt der Multimillionärin Gloria zu bieten. Zahlreiche Besucher*innen erfreuten sich an gratis Punsch, während sie dem Bühnenprogramm lauschten.

„Wir können nicht verantworten, dass Regensburgs Möchtegern-Fürstin internationale Aufmerksamkeit für ihr Verhalten erlangt und sich ihr hier aber niemand entgegenstellt. Wir müssen klare Kante zeigen gegen Menschen wie Thurn und Taxis, die rechte Verschwörungsmythen verbreiten und den Klimawandeln leugnen, die körperliche und sexualisierte Gewalttaten relativieren und Geflüchtete zu ihrem Feindbild machen. Darum stehen wir hier und protestieren gegen ihre Geldmacherei“, so Rednerin Sabrina von SoliAsyl von der Bühne aus.

Das Bündnis, welches die Aktion stemmte, setzt sich zusammen aus verschiedenen aktivistischen Gruppen aus Regensburg. Trotz derer verschiedenen Schwerpunktsetzungen (soziale Gerechtigkeit, Klimagerechtigkeit, Seenotrettung, bezahlbares Wohnen, Geschlechtergerechtigkeit) eint sie die Kritik an Fürstin Gloria. Unter anderem waren mit Ständen oder Redebeiträgen vertreten:

• Aufbruch

• Anarchistische Gruppe Regensburg

• Fridays for Future

• Health for Future

• Internationalismus Jetzt

• Küche für Alle

• Linksjugend [’solid]

• Letzte Generation

• Medical Students for Choice

• Mietshäusersydikats-Stammtisch

• Seebrücke Lokalgruppe Regensburg

• Sea Eye Lokalgruppe Regensburg

• Studis gegen Rechts

• SoliAsyl

• Sozialrevolutionäre Aktion

• Queere Kunst

• Activists for the Victims

11.10.26 Bass gegen Beton – Stadtautobahn stoppen!

Kultur und Bass statt Stadtautobahn und Beton – Demonstration und buntes Programm von Regensburger Klimagruppen im Bündnis „Bass gegen Beton“. Protest für eine Stadt Regensburg, die Grünflächen, ein umfangreiches ÖPNV-Netz und urbanen Raum zum Leben priorisiert und nicht weiter auf Betonwüsten mitten in der Stadt setzt. Auf der Veranstaltung am Sonntag werden außerdem Unterschriften gesammelt für das Bürger*innenbegehren von „MOBILITÄT neu denken – ohne Sallerner Regenbrücke“, um so den Bau der Brücke zu verhindern.

„Diese Brücke zu bauen, samt Ausbau der Nordgaustraße, wäre ein riesengroßer Fehler. Das dürfen wir nicht zulassen. Wir wollen keine Stadt, die Verkehrsentscheidungen von vor 70 Jahren durchsetzt. Wir wollen eine Stadt, die auf die Bedürfnisse der Menschen eingeht, die jetzt hier leben. Und dazu zählt sicherlich nicht, eine Stadtautobahn quer durch Regensburg zu walzen oder noch eine Brücke zu bauen, die uns nur mehr Lärm bringt. Wenn wir wollen, dass Regensburg nicht immer heißer wird, dann müssen wir aufhören, tonnenweise Beton zu nutzen und unsere grünen Flächen zu roden“, fordert Yara vom Bündnis.

In Regensburg ist der Widerstand gegen das fossile Großprojekt deutlich zu spüren. Mehr als 20 Organisation sind Teil des Bündnisses „MOBILITÄT neu denken – ohne Sallerner Regenbrücke“, welches auch das zugehörige Bürger*innenbegehren initiierte. Dies zeigt deutlich, dass Regensburg nicht länger eine Autostadt sein möchte. Veränderung muss passieren: Breitere, und vor allem mehr Fahrradwege, ausgebauter ÖPNV, der nicht an seine Leistungsgrenzen stößt. Lösungen sind vorhanden. Jetzt braucht es nur noch den Willen seitens der Stadt, diese auch umzusetzen, statt sich in jahrzehntealten Projekten zu verrennen.

„Politik des vergangenen Jahrhunderts fortzusetzen, wird die Probleme der Gegenwart nicht lösen. Die Klimakatastrophe ist das zentrale Problem des 21. Jahrhunderts – da wir das jetzt schon einige Jahre wissen, sollten wir auch endlich anfangen, danach zu handeln. Wir haben keine Zeit mehr. Wir müssen jetzt klug vorgehen. Und dazu gehört nicht, weiter auf fossile Großprojekte zu setzen, die das Auto stärken. Also raus aus dem motorisierten Individualverkehr und rein in eine Verkehrswende für alle!“, fordert Jona Hildebrandt vom Bass gegen Beton Bündnis.

Das Bündnis Bass gegen Beton veranstaltete bereits ein Protestfest samt Fahrraddemo, Redebeiträgen und Kulturprogramm am Regenufer und zieht jetzt weiter in den Osten der Stadt, an die Landshuter Straße, die durch den Bau der Brücke und Ausbau der Nordgaustraße gefährdet ist, zu einer Stadtautobahn zu werden.

Die Demo startete am Samstag, 11.10. um 15:30 Uhr am Hbf Nord und lief dann in den Ostpark in der Landshuterstraße, wo es ab 16 Uhr neben zahlreichen Redebeiträgen Auftritte folgender Regensburger Künstler*innen gab: Lenzelot, Brew Berrymore, Riesenlauch, Mondkater, Dreqzau

Teil des Bündnisses sind unter anderem die Regensburger Ortsgruppen von:

  • Die Linke
  • Fridays for Future
  • Greenpeace
  • Grüne Jugend
  • KüfA
  • Linksjugend solid
  • MOBILITÄT neu denken – ohne Sallerner Regenbrücke
  • Widerstandskollektiv

21.09.25 Bass gegen Beton – Stadtautobahn stoppen!

Kultur und Bass statt Stadtautobahn und Beton – Fahrraddemo und buntes Programm von Regensburger Klimagruppen im Bündnis „Bass gegen Beton“. Protest für eine Stadt Regensburg, die Grünflächen, ein umfangreiches ÖPNV-Netz und urbanen Raum zum Leben priorisiert und nicht weiter auf Betonwüsten mitten in der Stadt setzt. Auf der Veranstaltung am Sonntag werden außerdem Unterschriften gesammelt für das Bürger*innenbegehren von „MOBILITÄT neu denken – ohne Sallerner Regenbrücke“, um so den Bau der Brücke zu verhindern.

„Diese Brücke zu bauen, samt Ausbau der Nordgaustraße, wäre ein riesengroßer Fehler. Das dürfen wir nicht zulassen. Wir wollen keine Stadt, die Verkehrsentscheidungen von vor 70 Jahren durchsetzt. Wir wollen eine Stadt, die auf die Bedürfnisse der Menschen eingeht, die jetzt hier leben. Und dazu zählt sicherlich nicht, eine Stadtautobahn quer durch Regensburg zu walzen oder noch eine Brücke zu bauen, die uns nur mehr Lärm bringt. Wenn wir wollen, dass Regensburg nicht immer heißer wird, dann müssen wir aufhören, tonnenweise Beton zu nutzen und unsere grünen Flächen zu roden“, fordert Yara vom Bündnis.

In Regensburg ist der Widerstand gegen das fossile Großprojekt deutlich zu spüren. Mehr als 20 Organisation sind Teil des Bündnisses „MOBILITÄT neu denken – ohne Sallerner Regenbrücke“, welches auch das zugehörige Bürger*innenbegehren initiierte. Dies zeigt deutlich, dass Regensburg nicht länger eine Autostadt sein möchte. Veränderung muss passieren: Breitere, und vor allem mehr Fahrradwege, ausgebauter ÖPNV, der nicht an seine Leistungsgrenzen stößt. Lösungen sind vorhanden. Jetzt braucht es nur noch den Willen seitens der Stadt, diese auch umzusetzen, statt sich in jahrzehntealten Projekten zu verrennen.

„Politik des vergangenen Jahrhunderts fortzusetzen, wird die Probleme der Gegenwart nicht lösen. Die Klimakatastrophe ist das zentrale Problem des 21. Jahrhunderts – da wir das jetzt schon einige Jahre wissen, sollten wir auch endlich anfangen, danach zu handeln. Wir haben keine Zeit mehr. Wir müssen jetzt klug vorgehen. Und dazu gehört nicht, weiter auf fossile Großprojekte zu setzen, die das Auto stärken. Also raus aus dem motorisierten Individualverkehr und rein in eine Verkehrswende für alle!“, fordert Jona Hildebrandt vom Bass gegen Beton Bündnis.

Die Fahrraddemo startet am Sonntag, 21.09. um 15:30 Uhr am Hbf Nord und fährt dann an das Regenufer an der Lappersdorfer Straße auf der Höhe des Gartencenters Hauner, wo es ab 16 Uhr neben zahlreichen Redebeiträgen und einer Akrobatik-Show Auftritte folgender Regensburger Künstler*innen gibt: Fennel & Friends, Nichte, Silent Waters, Ronja Künstler & Ræy‘ Mids, Dreqzau.

Teil des Bündnisses sind unter anderem die Regensburger Ortsgruppen von:

  • Die Linke

  • Fridays for Future

  • Greenpeace

  • Grüne Jugend

  • KüfA

  • Linksjugend solid

  • MOBILITÄT neu denken – ohne Sallerner Regenbrücke

  • Widerstandskollektiv

Raddemo am 06. Juli über den Lappersdorfer Kreisel – Ausbau des ÖPNVs und der Fahrradinfrastruktur statt Stadtautobahn und Sallerner Regenbrücke

Ausbau des ÖPNVs und der Fahrradinfrastruktur statt Stadtautobahn und Sallerner Regenbrücke – Die Fahrraddemo von fridays for future (FFF) macht sich für die dringend überfällige Verkehrswende stark. Die 300 Teilnehmenden radeln für eine Stärkung des Radverkehrs und für einen komfortablen, günstigen Nahverkehr. Denn die Stadt Regensburg plant ein milliardenteures Großprojekt aus den 1960er Jahren umzusetzen, dass noch mehr Autos in die Stadt ziehe. Darum gibt es jetzt ein Bürger*innenbegehren gegen die Brücke.

Gegen 17 Uhr versammelten sich am Sonntag, den 06. Juli rund 300 Menschen mit ihren Fahrrädern in Stadtamhof, um gegen den Bau einer neuen 4-spurigen Autobrücke über den Regen und eine damit verbundenen Erhöhung der Belastung durch Autoverkehr in der Stadt zu demonstrieren. Der mit der Brücke verbundene Ausbau der Nordgaustraße, würde mehr Verkehr in die Stadt leiten und die B15 zu einer Stadtautobahn machen.

„Wir brauchen eine Mobilität für alle – für Menschen von heute und von
morgen. Wir brauchen eine Gleichberechtigung der Verkehrsmittel – den Öffis, dem Rad- und Fußverkehr werden immer noch Steine in den Weg gelegt, während dem Auto der asphaltierte Teppich ausgerollt wird. Damit muss endlich Schluss sein! Wenn die Sallerner Regenbrücke gebaut wird,  sorgt das für schlechte Luft in der Altstadt, da quer durch die Frischluftschneise am Regen gebaut wurde, und zu einer Stadtautobahn über die Nordgau-, Weißenburg- und Landshuter Straße. In einer sowieso schon heißen Stadt wie Regensburg ist wirklich nichts davon wünschenswert.“, drängt Antonia von FFF Regensburg.

Der Zug setzt sich Richtung Norden in Bewegung, um über den Lappersdorfer Kreisel zu fahren, der im Zusammenhang mit dem geplanten Brückenbau deutlich ausgebaut werden soll. Dabei würde auch das FFH und Naherholungsgebiet am Regen überbaut werden. 

Das Großprojekt sei in mehrerlei Hinsicht klimaschädlich: Neben der Erhöhung des Treibhausgasausstoßes durch mehr Autoverkehr, schade die Brücke auch dem Radverkehr und dem Umweltverbund in Regensburg, da die angesetzten 200 Mio. Euro aus dem Stadthaushalt wegfallen für die Umsetzung einer nachhaltigen Verkehrsinfrastruktur. Außerdem verursacht der Bau der Brücke und der Straßenausbau selbst sehr viel Treibhausgase. Diese Verkehrsplanung heize das ohnehin schon stark versiegelte Regensburg weiter auf mit Folgen für Gesundheit und Lebensqualität. 

„Politik des vergangenen Jahrhunderts fortzusetzen, wird die Probleme der Gegenwart nicht lösen. Die Klimakatastrophe ist das zentrale Problem des 21. Jahrhunderts – wir sollten jetzt die Chance der gesellschaftlichen Transformation ergreifen. Die Forschung zeigt, wo Platz fürs Rad und ein komfortabler Nahverkehr geschaffen werden, steigen die Menschen auch um. Also raus aus dem motorisierten Individualverkehr und rein in eine Verkehrswende für alle! Und damit auch rein in den Widerstand gegen ein solches Großprojekt, das völlig unnötig Geld aus dem Fenster wirft, den Autoverkehr steigert und die Natur zerstört.“, sagt Yara von FFF Regensburg.

Die Veranstalter zeigen sich sehr zufrieden mit dem Verlauf der Demonstration und sind optimistisch, dass der Bau der Brücke verhindert werden kann. Dafür sammeln sie in nächster Zeit weiter fleißig Unterschriften für das Bürgerbegehren, für dass jede*r Unterschriften-Listen im Naturmarkt in der Glockengasse und bei Garten Hauner abholen und abgeben kann.

Bilder vom 14.11.2025 – für ein Klima der Solidarität!

Bilder vom 24.04.2026 – Gasausstieg jetzt!

Bilder vom 10.07.26 – Reiche, es reicht!

14.11.26 Globaler Klimastreik – für ein Klima der Solidarität!

Angesichts der bevorstehenden Eskalation der Klimakrise und der diesbezüglichen politischen Untätigkeit hat Fridays for Future an Freitag dem 14.11.2025 wieder zu einem globalen Klimastreik aufgerufen. FFF Regensburg ist diesem Aufruf gefolgt und hat um 17:00 Uhr eine Demonstration unter dem Motto „FÜR EIN KLIMA DER SOLIDARITÄT“ organisiert, zu der etwa 750 Menschen erschienen sind. Auch die Regensburger Seebrücke-Lokalgruppe, SoliAsyl und die Schülis und Studis gegen Rechts Regensburg haben in einem Bündnis mit FFF Regensburg an dem Klimastreik mitgewirkt.

Wie die Zusammenarbeit der Gruppen schon ahnen lässt, lag neben der Klimakrise ein thematischer Schwerpunkt auf der zunehmenden Normalisierung politischer Hetze gegen Migrant*innen und dem daraus resultierenden menschenunwürdigen Umgang mit Geflüchteten. „Es werden Debatten über Abschiebungen und populistische Symbolpolitik auf Kosten Geflüchteter geführt, anstatt an Lösungen für reale Probleme, wie eben die Klimakrise, zu arbeiten. Schon vorgestern hätte es verbindliche und effektive Klimaschutzmaßnahmen geben müssen, weil wir endlich die Kurve kriegen müssen, um die Lebensgrundlagen der Menschen weltweit noch bestmöglich zu erhalten“, sagt Sabrina von Studis gegen Rechts.

Vor diesem Hintergrund war auch der Kartentausch beim Klimastreik anwesend. Es gab für Teilnehmer*innen also die Möglichkeit, Bargeld mitzubringen und es vor Ort gegen Gutscheine für Supermärkte und Discounter zu tauschen, um Solidarität mit von populistischer Symbolpolitik in Form der Bezahlkarte betroffenen Menschen zu zeigen. Auf mehr Bargeld als die vorgeschriebenen 50 Euro zugreifen zu können, ermöglicht ihnen ein Stück mehr Selbstbestimmung im Alltag, da die Bezahlkarte vielerorts nicht als Zahlungsmittel akzeptiert wird. Die Möglichkeit stieß bei den Demonstrierenden auf deutliches Interesse und wurde gut genutzt.

„Mit unserem Protest möchten wir auch darauf hinweisen, dass die Klimakrise riesige Fluchtbewegungen auslösen wird“, sagt Yara von Fridays for Future. Dem Bündnis ist es allerdings wichtig, diese Realität differenziert zu betrachten: „Gemäß dem Motto des Klimastreiks stehen wir selbstverständlich in Solidarität mit unseren geflüchteten Mitmenschen. Wer Schutz sucht, muss auch Schutz erhalten. Gleichzeitig wollen wir verhindern, dass Menschen ihr Zuhause verlieren, denn das will ja niemand von uns erleben.“

Die Demonstration begann mit einer Kundgebung am Arnulfsplatz. Die erste Rede wurde von Fridays for Future gehalten, darauf folgten zwei Beiträge zum Thema Solidarität mit Geflüchteten von Seebrücke und Sea Eye Regensburg. Anschließend zogen die Demonstrierenden durch die Altstadt weiter zum Domplatz, wo eine Zwischenkundgebung stattfand. Hier konnten sie eine weitere Rede von FFF mit einem feministischen Blick auf die Auswirkungen der Klimakrise hören. Auch von den Schülis gegen Rechts wurde ein Redebeitrag beigesteuert, in dem es um die Sorgen junger Menschen in Anbetracht von Rechtsruck und Erderhitzung ging. Der Zug bewegte sich nun weiter zur Steinernen Brücke, wo viele verschiedene Banner von den Demonstrationsteilnehmenden niedergelegt wurden und es ein Lichtermeer mit leuchtenden Smartphones, Taschenlampen und Lichterketten gab.

 Seinen Abschluss fand der Klimastreik auf Stadtamhof. Wie bei der Startkundgebung fanden auch hier noch drei Reden statt: Von Studis gegen Rechts Regensburg, die ebenfalls über die Themen Rechtsruck und Klimakrise redeten, von SoliAsyl über rechtspopulistische Migrationspolitik und deren schwerwiegende Folgen für Geflüchtete und vom Bündnis Wald statt Asphalt über die Besetzung des Sündenwäldchens bei Köln.

„Mit unserem Klimastreik wollten wir einerseits natürlich auf die Dringlichkeit der Lage und den akuten Handlungsbedarf hinweisen. Andererseits möchten wir aber auch verhindern, dass die Menschen ihre Hoffnung verlieren und in den Glauben abrutschen, nichts bewirken zu können. Ich finde, das ist uns gut gelungen. Mir persönlich hat vor allem das Lichtermeer viel Kraft gegeben und ich bin dankbar für alle Reden, die wir heute Abend hören durften“, sagt Alena von Studis gegen Rechts.

27.02.26 – Klimastreik zur Kommunalwahl fordert kommunalen Klimaschutz

Breites Bündnis setzt starkes Zeichen zur Kommunalwahl

Regensburg. Rund 300 Menschen sind am Freitag, dem 27. Februar 2026, dem Aufruf von Fridays For Future Regensburg gefolgt und haben beim Klimastreik zur Kommunalwahl ein deutliches Zeichen für entschlossenen Klimaschutz gesetzt. Vom Alten Rathaus zog der Demonstrationszug durch die Altstadt bis zum Neuen Rathaus am Dachauplatz. Die Veranstaltung verlief lautstark, entschlossen und friedlich.

Unter dem Motto „Klimaneutral idealerweise vorgestern! spätestens 2030“ machten die Teilnehmenden deutlich, dass die kommende Kommunalwahl eine Richtungsentscheidung für die Klimapolitik in Regensburg ist. Neben zahlreichen Bürger:innen beteiligten sich auch verschiedene Umwelt- und zivilgesellschaftliche Organisationen an dem Protest, darunter Bund Naturschutz, Greenpeace, Omas for Future, BüfA sowie weitere Initiativen.

„Wir sind überwältigt von der großen Beteiligung und der klaren Botschaft, die heute von den Regensburger Bürger:innen ausgegangen ist“, sagte Yara Pfeiffer, Sprecherin von Fridays For Future Regensburg. „Die Menschen in dieser Stadt wollen echten Klimaschutz – keine leeren Versprechen. Klimaneutralität muss spätestens 2030 Realität werden.“

In den Redebeiträgen bei der Auftakt- und Abschlusskundgebung wurden konkrete kommunale Forderungen formuliert. Im Bereich Verkehr fordern die Aktivist:innen eine autofreie Innenstadt, den Bau einer Straßenbahn, den konsequenten Ausbau des Radverkehrs sowie das Verhindern der Sallerner Regenbrücke. Zudem wurde eine entschlossene Wärmewende, mehr Photovoltaik auf Dächern und ein verbindlicher Klimaresilienzplan für die stark versiegelte Stadt angemahnt.

„Kommunalpolitik entscheidet ganz konkret über Lebensqualität“, betonte Pfeiffer. „Ob wir weiter Flächen versiegeln oder endlich klimaresilient umbauen, ob wir am Autoverkehr festhalten oder nachhaltige Mobilität stärken – all das wird hier vor Ort entschieden. Wir erwarten von den Kandidierenden klare Zusagen.“

Nach einer Auftaktkundgebung am Alten Rathaus zog der Demonstrationszug mit Bannern, Plakaten und Sprechchören durch die Regensburger Altstadt und wieder am Alten Rathaus mit einer Abschlusskundgebung. Die Demonstration war Teil eines überregionalen Klimastreiks in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz.

Hintergrund:

Der Klimastreik zur Kommunalwahl wurde von Fridays For Future Regensburg organisiert, um konkrete Schritte zur Klimaneutralität in Regensburg anzustoßen. Ziel der Initiative ist es, kommunale Entscheidungsträger:innen an ihre Verantwortung zu erinnern und den politischen Druck für wirksame Maßnahmen in den Bereichen Verkehr, Energie und Klimaresilienz zu erhöhen.