Klimaaktivist*innen von Fridays for Future Regensburg stellten sich am Mittwoch, 24.06.26 mit einer Banneraktion in der Donau gegen den geplanten Ausbau der Nordgaustraße samt des Baus der Sallerner Regenbrücke. Sie fordern zukunftsgerechte Mobilität statt neuen fossilen Großprojekten. Ebenfalls machten sie auf das Bürgerbegehren der BI „Mobilität neu denken“ aufmerksam, bei welchem es bald zu einem Bürgerentscheid kommen soll.
„Wir protestieren nicht nur gegen die Sallerner Regenbrücke, sondern vor allem für den Erhalt von wichtigen Grünflächen, den Ausbau eines umfangreichen ÖPNV-Netzes für alle und urbanen Lebensraum nicht weiter in Betonwüsten zu verwandeln. Wir wollen keine Stadt, die Verkehrsentscheidungen von vor 70 Jahren durchsetzt. Wir wollen eine Stadt, die auf die Bedürfnisse der Menschen eingeht, die jetzt hier leben. Und dazu zählt sicherlich nicht, eine Stadtautobahn quer durch Regensburg zu walzen oder noch eine Brücke zu bauen, die uns nur mehr Lärm bringt. Wenn wir wollen, dass Regensburg nicht immer heißer wird, dann müssen wir aufhören, tonnenweise Beton zu nutzen und unsere grünen Flächen zu roden. Gerade in einer Hitzewelle wie sie uns jetzt gerade trifft, müssen wir einsehen, dass die Klimakrise uns schon zu Teilen erreicht hat und wir nicht so weitermachen können wie zuvor“, fordert Yara von FFF Regensburg.
FFF fordert: Was Regensburg braucht, sind ein gut ausgebauter kostenloser ÖPNV, ein durchgehendes Radwegenetz mit der Umsetzung der beschlossenen Fahrradhauptrouten, und die Stadtbahn – statt die milliardenteure Sallerner Regenbrücke inklusive neuer Stadtautobahn, die nur noch mehr Lärm, Verkehr und Feinstaub in die Stadt bringt. Die Buslinien stoßen an ihre Leistungsgrenze. Noch mehr Autos kann weder die Verkehrsinfrastruktur noch die Luftqualität oder die Hitze in der Stadt vertragen.
„Politik des vergangenen Jahrhunderts fortzusetzen, wird die Probleme der Gegenwart nicht lösen. Die Klimakatastrophe ist das zentrale Problem des 21. Jahrhunderts – da wir das jetzt schon einige Jahre wissen, sollten wir auch endlich anfangen, danach zu handeln. Wir haben keine Zeit mehr. Wir müssen jetzt klug vorgehen. Und dazu gehört nicht, weiter auf fossile Großprojekte zu setzen, die das Auto stärken. Also raus aus dem motorisierten Individualverkehr und rein in eine Verkehrswende für alle!“, fordert Laura Hupfer von FFF Regensburg.
