25.03 #PeopleNotProfit

Am Freitag, 25.03.2022, haben in Regensburg über 1000 Menschen für Klimagerechtigkeit gestreikt. Das Thema des globalen Streiks lautete #PeopleNotProfit – und das spiegelte sich auch in den Reden wieder. So heißt es in Sophia Weigerts (FFF Regensburg) Rede:

„Das System, das den Profit der wenigen über das Wohl der vielen stellt, muss geändert werden. Wir streiken, damit Menschenleben wichtiger werden als Gaskonzerne, Wälder wichtiger als ein Kohletagebau und gerechte Lebensverhältnisse wichtiger als die Gewinne einiger Autokonzerne. System Change not Climate Change!“

Während der Zwischenkundgebung wurde ein großes Banner mit der Aufschrift „SYSTEM CHANGE“ aus einem der angrenzenden Häuserfenster gehangen, was für große Aufmerksamkeit und bei den Demonastrant*innen für freudige Überraschung gesorgt hat.

Wenig später wollten vier Aktivistinnen eine Kunstaktion durchführen und mit roter, abwaschbarer Farbe EXIT FOSSIL FUELS auf die Kreuzung schreiben, wurden von der Polizei aber zu Boden geworfen und von der Straße gezerrt. Einer der Aktivistinnen wurde für den Verlauf der Demo in Gewahrsam genommen, wegen einer angeblichen Störung der Kundgebung. Dabei wurde die Kunstaktion von den anderen Demonstrierenden verteidigt und das heftige Vorgehen der Polizei stark kritisiert.
Dazu sagt Malin Horstmann, eine der Versammlungsleitungen: „Uns hat es schon am Anfang schockiert, dass wir auf einer FFF-Klimademo mit hauptsächlich minderjährigen Schülerinnen von Polizei in voller Kampfmontur (Helme mit Visier, Schlagstöcke und Pfefferspray) begleitet wurden. Dass dann auch noch Gewalt gegen friedliche Aktivistinnen ausgübt wurde, verurteilen wir von FFF Regensburg zutiefst.“

Die Demonstration zog dann weiter zur abschließenden Endkundgebung am Dom, wo nochmals Reden gehalten und mit Musik begleitet wurden. Eine weitere Aktivistin prangerte in ihrer Rede an: „Ich weigere mich, zu akzeptieren, dass Menschen sich schlecht fühlen, weil sie alltägliche Entscheidungen treffen, während für unglaubliche Mengen an Geld viele Tonnen Lebensmittel vernichtet werden, Menschen aus Bäumen vertrieben, Dörfer plattgemacht, über die Hässlichekit von Windrädern diskutiert wird. Was nämlich überwunden werden kann und muss, ist diese in Gesetze gegossene Ignoranz, das widersinnige Handeln entgegen der Notwendigkeit. Egal, wie schlecht der Mensch ist, das System ist schlechter.“

Bildrechte: Jonas

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Am 25. März demonstriert Fridays for Future weltweit. Auch hier in Regensburg gehen wir auf die Straße!
Der kommende Globalstreik steht unter dem Motto #PeopleNotProfit und zeigt damit auf, was das eigentliche Problem ist: Einige wenige Menschen (mehrheitlich weiß und männlich, aber vor allem reich), die in Regierungen und Konzernen das Sagen haben, setzen die Lebensgrundlage aller Menschen aufs Spiel, um weiterhin größtmögliche Gewinne machen zu können. Sie lassen Wälder roden, lassen Land für fossile Ressourcen abbaggern und beuten die Erde und ihre Bewohner*innen aus, um immer mehr in ihre eigene Tasche zu wirtschaften. Besonders hart betroffen von der Klimakrise sind jetzt schon Menschen und Ökosysteme im globalen Süden, die genau nicht diejenigen sind, die die Schuld an ihr tragen!

Diese ungerechten weltweiten Machtverhältnisse sind ein Resultat kompromisslosen Strebens nach wirtschaftlichem Profit (Kapitalismus), sowie der jahrhundertelangen Ausbeutung der Menschen und des Landes im globalen Süden durch den globalen Norden (Kolonialismus). Beides setzt sich heute noch fort.

Am 25.3. nur für besseren Klimaschutz zu demonstrieren, wäre also reine Symptombekämpfung. Solange Menschen und Umwelt als weniger wertvoll gesehen werden als Geld, wird die Erde weiterhin zerstört werden. Wir müssen das Problem an der Wurzel packen! Das heißt: Wir gehen auf die Straße gegen (neo)koloniale und kapitalistische Machtstrukturen. Denn nur so können wir die klimagerechte Welt erreichen, in der wir leben wollen!

10 Tage, 11 Stunden und 2 Minuten

Kommt am 25.3. um 11:15 Uhr zum Regensburger Domplatz und macht mit uns Krach in der Innenstadt, Druck auf die Politik und Stimmung im Demozug! Bringt Schilder, Banner und eure Freund*innen mit – bis dann!
#PeopleNotProfit

Demo für Kohleausstieg und gegen die Zerstörung ganzer Dörfer, „Lützerath bleibt!“

wir gehen wieder auf die Straße: am Freitag, 04.02.2022 wollen wir ein Zeichen setzen gegen die Zerstörung von ganzen Dörfern für den schmutzigen Braunkohleabbau.
Wo: Neupfarrplatz
Wann: 14.00 Uhr
IN NRW sind zahlreiche Dörfer, darunter Lützerath, von der Zerstörung bedroht. Unter den Häusern, in denen noch Menschen wohnen, liegen viele Tonnen Kohle, die der Konzern RWE abbaggern und verbrennen will.
Damit rückt nicht nur das 1,5-Grad-Ziel in weite Ferne, sondern es verlieren auch Familien ihr Zuhause und Landwirt*innen fruchtbaren Ackerboden.
Wir sagen: Alle Dörfer Bleiben!
Wir laden euch herzlich ein, am Freitag den 04.02. mit uns zu demonstrieren für eine klimagerechte Zukunft!

Fahrraddemo auf A3

A3-Fahrraddemo am 01.02.2022 um 7:30 Uhr in der Früh

„Verbote von Demos über Autobahnen sind eine Grundrechtseinschränkung! Fernstraßen sind nach 5 L 148/22.F nicht grundsätzlich für Versammlungen ungeeignet, für klimaneutrale Mobilität jedoch schon. Für ein stabileres Mobilitätskonzept, in dem eine Demo nicht den verkehrlichen Zusammenbruch der Stadt bedeutet. Gegen den Ausbauwahn deutscher Fernstraßen wie der A3, gegen die Kriminalisierung und das Verbot von Bannerdrops an Autobahnbrücken und für stabilere Brückengeländer, die für Banner geeignet sind, für eine echte Mobilitätswende statt einer grün gewaschenen Antriebswende – Fahrradspuren und Bus-Schnell-Trassen statt immer mehr Platz für den Autokapitalismus.“

genauere Hintergründe findest du in unserer Pressemitteilungen

Demo wurde wieder verboten. Genauere Infos findest du hier

„Dear future children“ Filmvorführung

Der Dokumentarfilm des deutschen Regisseurs Franz Böhm begleitet drei junge Aktivistinnen aus Chile, Hong Kong und Uganda. Trotz der unterschiedlichen Ausgangssituationen befinden sie sich alle drei im Widerstand und kämpfen für Gerechtigkeit, Demokratie und das Klima.
Der Film erzählt die Geschichte dieser jungen Frauen, die gleichzeitig ganze Bewegungen repräsentieren. Angesichts der teils schieren Aussichtslosigkeit, extremer Polizeigewalt und der fatalen Auswirkungen auf ihre persönlichen Leben versucht der Film zu ergründen, warum sie trotz aller Widerstände weiterkämpfen. Ihr Mut und ihre Entschlossenheit beeindruckt.

Triggerwarnung: gewaltvolle Szenen, Polizeigewalt, Tod

Am 16.01.2022, um 16:00 Uhr in der Filmgalerie im leeren Beutel