11.10.26 Bass gegen Beton – Stadtautobahn stoppen!

Kultur und Bass statt Stadtautobahn und Beton – Demonstration und buntes Programm von Regensburger Klimagruppen im Bündnis „Bass gegen Beton“. Protest für eine Stadt Regensburg, die Grünflächen, ein umfangreiches ÖPNV-Netz und urbanen Raum zum Leben priorisiert und nicht weiter auf Betonwüsten mitten in der Stadt setzt. Auf der Veranstaltung am Sonntag werden außerdem Unterschriften gesammelt für das Bürger*innenbegehren von „MOBILITÄT neu denken – ohne Sallerner Regenbrücke“, um so den Bau der Brücke zu verhindern.

„Diese Brücke zu bauen, samt Ausbau der Nordgaustraße, wäre ein riesengroßer Fehler. Das dürfen wir nicht zulassen. Wir wollen keine Stadt, die Verkehrsentscheidungen von vor 70 Jahren durchsetzt. Wir wollen eine Stadt, die auf die Bedürfnisse der Menschen eingeht, die jetzt hier leben. Und dazu zählt sicherlich nicht, eine Stadtautobahn quer durch Regensburg zu walzen oder noch eine Brücke zu bauen, die uns nur mehr Lärm bringt. Wenn wir wollen, dass Regensburg nicht immer heißer wird, dann müssen wir aufhören, tonnenweise Beton zu nutzen und unsere grünen Flächen zu roden“, fordert Yara vom Bündnis.

In Regensburg ist der Widerstand gegen das fossile Großprojekt deutlich zu spüren. Mehr als 20 Organisation sind Teil des Bündnisses „MOBILITÄT neu denken – ohne Sallerner Regenbrücke“, welches auch das zugehörige Bürger*innenbegehren initiierte. Dies zeigt deutlich, dass Regensburg nicht länger eine Autostadt sein möchte. Veränderung muss passieren: Breitere, und vor allem mehr Fahrradwege, ausgebauter ÖPNV, der nicht an seine Leistungsgrenzen stößt. Lösungen sind vorhanden. Jetzt braucht es nur noch den Willen seitens der Stadt, diese auch umzusetzen, statt sich in jahrzehntealten Projekten zu verrennen.

„Politik des vergangenen Jahrhunderts fortzusetzen, wird die Probleme der Gegenwart nicht lösen. Die Klimakatastrophe ist das zentrale Problem des 21. Jahrhunderts – da wir das jetzt schon einige Jahre wissen, sollten wir auch endlich anfangen, danach zu handeln. Wir haben keine Zeit mehr. Wir müssen jetzt klug vorgehen. Und dazu gehört nicht, weiter auf fossile Großprojekte zu setzen, die das Auto stärken. Also raus aus dem motorisierten Individualverkehr und rein in eine Verkehrswende für alle!“, fordert Jona Hildebrandt vom Bass gegen Beton Bündnis.

Das Bündnis Bass gegen Beton veranstaltete bereits ein Protestfest samt Fahrraddemo, Redebeiträgen und Kulturprogramm am Regenufer und zieht jetzt weiter in den Osten der Stadt, an die Landshuter Straße, die durch den Bau der Brücke und Ausbau der Nordgaustraße gefährdet ist, zu einer Stadtautobahn zu werden.

Die Demo startete am Samstag, 11.10. um 15:30 Uhr am Hbf Nord und lief dann in den Ostpark in der Landshuterstraße, wo es ab 16 Uhr neben zahlreichen Redebeiträgen Auftritte folgender Regensburger Künstler*innen gab: Lenzelot, Brew Berrymore, Riesenlauch, Mondkater, Dreqzau

Teil des Bündnisses sind unter anderem die Regensburger Ortsgruppen von:

  • Die Linke
  • Fridays for Future
  • Greenpeace
  • Grüne Jugend
  • KüfA
  • Linksjugend solid
  • MOBILITÄT neu denken – ohne Sallerner Regenbrücke
  • Widerstandskollektiv

21.09.26 Bass gegen Beton – Stadtautobahn stoppen!

Kultur und Bass statt Stadtautobahn und Beton – Fahrraddemo und buntes Programm von Regensburger Klimagruppen im Bündnis „Bass gegen Beton“. Protest für eine Stadt Regensburg, die Grünflächen, ein umfangreiches ÖPNV-Netz und urbanen Raum zum Leben priorisiert und nicht weiter auf Betonwüsten mitten in der Stadt setzt. Auf der Veranstaltung am Sonntag werden außerdem Unterschriften gesammelt für das Bürger*innenbegehren von „MOBILITÄT neu denken – ohne Sallerner Regenbrücke“, um so den Bau der Brücke zu verhindern.

Diese Brücke zu bauen, samt Ausbau der Nordgaustraße, wäre ein riesengroßer Fehler. Das dürfen wir nicht zulassen. Wir wollen keine Stadt, die Verkehrsentscheidungen von vor 70 Jahren durchsetzt. Wir wollen eine Stadt, die auf die Bedürfnisse der Menschen eingeht, die jetzt hier leben. Und dazu zählt sicherlich nicht, eine Stadtautobahn quer durch Regensburg zu walzen oder noch eine Brücke zu bauen, die uns nur mehr Lärm bringt. Wenn wir wollen, dass Regensburg nicht immer heißer wird, dann müssen wir aufhören, tonnenweise Beton zu nutzen und unsere grünen Flächen zu roden“, fordert Yara vom Bündnis.

In Regensburg ist der Widerstand gegen das fossile Großprojekt deutlich zu spüren. Mehr als 20 Organisation sind Teil des Bündnisses „MOBILITÄT neu denken – ohne Sallerner Regenbrücke“, welches auch das zugehörige Bürger*innenbegehren initiierte. Dies zeigt deutlich, dass Regensburg nicht länger eine Autostadt sein möchte. Veränderung muss passieren: Breitere, und vor allem mehr Fahrradwege, ausgebauter ÖPNV, der nicht an seine Leistungsgrenzen stößt. Lösungen sind vorhanden. Jetzt braucht es nur noch den Willen seitens der Stadt, diese auch umzusetzen, statt sich in jahrzehntealten Projekten zu verrennen.

Politik des vergangenen Jahrhunderts fortzusetzen, wird die Probleme der Gegenwart nicht lösen. Die Klimakatastrophe ist das zentrale Problem des 21. Jahrhunderts – da wir das jetzt schon einige Jahre wissen, sollten wir auch endlich anfangen, danach zu handeln. Wir haben keine Zeit mehr. Wir müssen jetzt klug vorgehen. Und dazu gehört nicht, weiter auf fossile Großprojekte zu setzen, die das Auto stärken. Also raus aus dem motorisierten Individualverkehr und rein in eine Verkehrswende für alle!“, fordert Jona Hildebrandt vom Bass gegen Beton Bündnis.

Die Fahrraddemo startet am Sonntag, 21.09. um 15:30 Uhr am Hbf Nord und fährt dann an das Regenufer an der Lappersdorfer Straße auf der Höhe des Gartencenters Hauner, wo es ab 16 Uhr neben zahlreichen Redebeiträgen und einer Akrobatik-Show Auftritte folgender Regensburger Künstler*innen gibt: Fennel & Friends, Nichte, Silent Waters, Ronja Künstler & Ræy‘ Mids, Dreqzau.

Teil des Bündnisses sind unter anderem die Regensburger Ortsgruppen von:

  • Die Linke

  • Fridays for Future

  • Greenpeace

  • Grüne Jugend

  • KüfA

  • Linksjugend solid

  • MOBILITÄT neu denken – ohne Sallerner Regenbrücke

  • Widerstandskollektiv

Raddemo am 06. Juli über den Lappersdorfer Kreisel – Ausbau des ÖPNVs und der Fahrradinfrastruktur statt Stadtautobahn und Sallerner Regenbrücke

Ausbau des ÖPNVs und der Fahrradinfrastruktur statt Stadtautobahn und Sallerner Regenbrücke – Die Fahrraddemo von fridays for future (FFF) macht sich für die dringend überfällige Verkehrswende stark. Die 300 Teilnehmenden radeln für eine Stärkung des Radverkehrs und für einen komfortablen, günstigen Nahverkehr. Denn die Stadt Regensburg plant ein milliardenteures Großprojekt aus den 1960er Jahren umzusetzen, dass noch mehr Autos in die Stadt ziehe. Darum gibt es jetzt ein Bürger*innenbegehren gegen die Brücke.

Gegen 17 Uhr versammelten sich am Sonntag, den 06. Juli rund 300 Menschen mit ihren Fahrrädern in Stadtamhof, um gegen den Bau einer neuen 4-spurigen Autobrücke über den Regen und eine damit verbundenen Erhöhung der Belastung durch Autoverkehr in der Stadt zu demonstrieren. Der mit der Brücke verbundene Ausbau der Nordgaustraße, würde mehr Verkehr in die Stadt leiten und die B15 zu einer Stadtautobahn machen.

„Wir brauchen eine Mobilität für alle – für Menschen von heute und von
morgen. Wir brauchen eine Gleichberechtigung der Verkehrsmittel – den Öffis, dem Rad- und Fußverkehr werden immer noch Steine in den Weg gelegt, während dem Auto der asphaltierte Teppich ausgerollt wird. Damit muss endlich Schluss sein! Wenn die Sallerner Regenbrücke gebaut wird,  sorgt das für schlechte Luft in der Altstadt, da quer durch die Frischluftschneise am Regen gebaut wurde, und zu einer Stadtautobahn über die Nordgau-, Weißenburg- und Landshuter Straße. In einer sowieso schon heißen Stadt wie Regensburg ist wirklich nichts davon wünschenswert.“, drängt Antonia von FFF Regensburg.

Der Zug setzt sich Richtung Norden in Bewegung, um über den Lappersdorfer Kreisel zu fahren, der im Zusammenhang mit dem geplanten Brückenbau deutlich ausgebaut werden soll. Dabei würde auch das FFH und Naherholungsgebiet am Regen überbaut werden. 

Das Großprojekt sei in mehrerlei Hinsicht klimaschädlich: Neben der Erhöhung des Treibhausgasausstoßes durch mehr Autoverkehr, schade die Brücke auch dem Radverkehr und dem Umweltverbund in Regensburg, da die angesetzten 200 Mio. Euro aus dem Stadthaushalt wegfallen für die Umsetzung einer nachhaltigen Verkehrsinfrastruktur. Außerdem verursacht der Bau der Brücke und der Straßenausbau selbst sehr viel Treibhausgase. Diese Verkehrsplanung heize das ohnehin schon stark versiegelte Regensburg weiter auf mit Folgen für Gesundheit und Lebensqualität. 

„Politik des vergangenen Jahrhunderts fortzusetzen, wird die Probleme der Gegenwart nicht lösen. Die Klimakatastrophe ist das zentrale Problem des 21. Jahrhunderts – wir sollten jetzt die Chance der gesellschaftlichen Transformation ergreifen. Die Forschung zeigt, wo Platz fürs Rad und ein komfortabler Nahverkehr geschaffen werden, steigen die Menschen auch um. Also raus aus dem motorisierten Individualverkehr und rein in eine Verkehrswende für alle! Und damit auch rein in den Widerstand gegen ein solches Großprojekt, das völlig unnötig Geld aus dem Fenster wirft, den Autoverkehr steigert und die Natur zerstört.“, sagt Yara von FFF Regensburg.

Die Veranstalter zeigen sich sehr zufrieden mit dem Verlauf der Demonstration und sind optimistisch, dass der Bau der Brücke verhindert werden kann. Dafür sammeln sie in nächster Zeit weiter fleißig Unterschriften für das Bürgerbegehren, für dass jede*r Unterschriften-Listen im Naturmarkt in der Glockengasse und bei Garten Hauner abholen und abgeben kann.

14.11.26 Globaler Klimastreik – für ein Klima der Solidarität!

Angesichts der bevorstehenden Eskalation der Klimakrise und der diesbezüglichen politischen Untätigkeit hat Fridays for Future an Freitag dem 14.11.2025 wieder zu einem globalen Klimastreik aufgerufen. FFF Regensburg ist diesem Aufruf gefolgt und hat um 17:00 Uhr eine Demonstration unter dem Motto „FÜR EIN KLIMA DER SOLIDARITÄT“ organisiert, zu der etwa 750 Menschen erschienen sind. Auch die Regensburger Seebrücke-Lokalgruppe, SoliAsyl und die Schülis und Studis gegen Rechts Regensburg haben in einem Bündnis mit FFF Regensburg an dem Klimastreik mitgewirkt.

Wie die Zusammenarbeit der Gruppen schon ahnen lässt, lag neben der Klimakrise ein thematischer Schwerpunkt auf der zunehmenden Normalisierung politischer Hetze gegen Migrant*innen und dem daraus resultierenden menschenunwürdigen Umgang mit Geflüchteten. „Es werden Debatten über Abschiebungen und populistische Symbolpolitik auf Kosten Geflüchteter geführt, anstatt an Lösungen für reale Probleme, wie eben die Klimakrise, zu arbeiten. Schon vorgestern hätte es verbindliche und effektive Klimaschutzmaßnahmen geben müssen, weil wir endlich die Kurve kriegen müssen, um die Lebensgrundlagen der Menschen weltweit noch bestmöglich zu erhalten“, sagt Sabrina von Studis gegen Rechts.

Vor diesem Hintergrund war auch der Kartentausch beim Klimastreik anwesend. Es gab für Teilnehmer*innen also die Möglichkeit, Bargeld mitzubringen und es vor Ort gegen Gutscheine für Supermärkte und Discounter zu tauschen, um Solidarität mit von populistischer Symbolpolitik in Form der Bezahlkarte betroffenen Menschen zu zeigen. Auf mehr Bargeld als die vorgeschriebenen 50 Euro zugreifen zu können, ermöglicht ihnen ein Stück mehr Selbstbestimmung im Alltag, da die Bezahlkarte vielerorts nicht als Zahlungsmittel akzeptiert wird. Die Möglichkeit stieß bei den Demonstrierenden auf deutliches Interesse und wurde gut genutzt.

„Mit unserem Protest möchten wir auch darauf hinweisen, dass die Klimakrise riesige Fluchtbewegungen auslösen wird“, sagt Yara von Fridays for Future. Dem Bündnis ist es allerdings wichtig, diese Realität differenziert zu betrachten: „Gemäß dem Motto des Klimastreiks stehen wir selbstverständlich in Solidarität mit unseren geflüchteten Mitmenschen. Wer Schutz sucht, muss auch Schutz erhalten. Gleichzeitig wollen wir verhindern, dass Menschen ihr Zuhause verlieren, denn das will ja niemand von uns erleben.“

Die Demonstration begann mit einer Kundgebung am Arnulfsplatz. Die erste Rede wurde von Fridays for Future gehalten, darauf folgten zwei Beiträge zum Thema Solidarität mit Geflüchteten von Seebrücke und Sea Eye Regensburg. Anschließend zogen die Demonstrierenden durch die Altstadt weiter zum Domplatz, wo eine Zwischenkundgebung stattfand. Hier konnten sie eine weitere Rede von FFF mit einem feministischen Blick auf die Auswirkungen der Klimakrise hören. Auch von den Schülis gegen Rechts wurde ein Redebeitrag beigesteuert, in dem es um die Sorgen junger Menschen in Anbetracht von Rechtsruck und Erderhitzung ging. Der Zug bewegte sich nun weiter zur Steinernen Brücke, wo viele verschiedene Banner von den Demonstrationsteilnehmenden niedergelegt wurden und es ein Lichtermeer mit leuchtenden Smartphones, Taschenlampen und Lichterketten gab.

 Seinen Abschluss fand der Klimastreik auf Stadtamhof. Wie bei der Startkundgebung fanden auch hier noch drei Reden statt: Von Studis gegen Rechts Regensburg, die ebenfalls über die Themen Rechtsruck und Klimakrise redeten, von SoliAsyl über rechtspopulistische Migrationspolitik und deren schwerwiegende Folgen für Geflüchtete und vom Bündnis Wald statt Asphalt über die Besetzung des Sündenwäldchens bei Köln.

„Mit unserem Klimastreik wollten wir einerseits natürlich auf die Dringlichkeit der Lage und den akuten Handlungsbedarf hinweisen. Andererseits möchten wir aber auch verhindern, dass die Menschen ihre Hoffnung verlieren und in den Glauben abrutschen, nichts bewirken zu können. Ich finde, das ist uns gut gelungen. Mir persönlich hat vor allem das Lichtermeer viel Kraft gegeben und ich bin dankbar für alle Reden, die wir heute Abend hören durften“, sagt Alena von Studis gegen Rechts.

27.02.26 – Klimastreik zur Kommunalwahl fordert kommunalen Klimaschutz

Breites Bündnis setzt starkes Zeichen zur Kommunalwahl

Regensburg. Rund 300 Menschen sind am Freitag, dem 27. Februar 2026, dem Aufruf von Fridays For Future Regensburg gefolgt und haben beim Klimastreik zur Kommunalwahl ein deutliches Zeichen für entschlossenen Klimaschutz gesetzt. Vom Alten Rathaus zog der Demonstrationszug durch die Altstadt bis zum Neuen Rathaus am Dachauplatz. Die Veranstaltung verlief lautstark, entschlossen und friedlich.

Unter dem Motto „Klimaneutral idealerweise vorgestern! spätestens 2030“ machten die Teilnehmenden deutlich, dass die kommende Kommunalwahl eine Richtungsentscheidung für die Klimapolitik in Regensburg ist. Neben zahlreichen Bürger:innen beteiligten sich auch verschiedene Umwelt- und zivilgesellschaftliche Organisationen an dem Protest, darunter Bund Naturschutz, Greenpeace, Omas for Future, BüfA sowie weitere Initiativen.

„Wir sind überwältigt von der großen Beteiligung und der klaren Botschaft, die heute von den Regensburger Bürger:innen ausgegangen ist“, sagte Yara Pfeiffer, Sprecherin von Fridays For Future Regensburg. „Die Menschen in dieser Stadt wollen echten Klimaschutz – keine leeren Versprechen. Klimaneutralität muss spätestens 2030 Realität werden.“

In den Redebeiträgen bei der Auftakt- und Abschlusskundgebung wurden konkrete kommunale Forderungen formuliert. Im Bereich Verkehr fordern die Aktivist:innen eine autofreie Innenstadt, den Bau einer Straßenbahn, den konsequenten Ausbau des Radverkehrs sowie das Verhindern der Sallerner Regenbrücke. Zudem wurde eine entschlossene Wärmewende, mehr Photovoltaik auf Dächern und ein verbindlicher Klimaresilienzplan für die stark versiegelte Stadt angemahnt.

„Kommunalpolitik entscheidet ganz konkret über Lebensqualität“, betonte Pfeiffer. „Ob wir weiter Flächen versiegeln oder endlich klimaresilient umbauen, ob wir am Autoverkehr festhalten oder nachhaltige Mobilität stärken – all das wird hier vor Ort entschieden. Wir erwarten von den Kandidierenden klare Zusagen.“

Nach einer Auftaktkundgebung am Alten Rathaus zog der Demonstrationszug mit Bannern, Plakaten und Sprechchören durch die Regensburger Altstadt und wieder am Alten Rathaus mit einer Abschlusskundgebung. Die Demonstration war Teil eines überregionalen Klimastreiks in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz.

Hintergrund:

Der Klimastreik zur Kommunalwahl wurde von Fridays For Future Regensburg organisiert, um konkrete Schritte zur Klimaneutralität in Regensburg anzustoßen. Ziel der Initiative ist es, kommunale Entscheidungsträger:innen an ihre Verantwortung zu erinnern und den politischen Druck für wirksame Maßnahmen in den Bereichen Verkehr, Energie und Klimaresilienz zu erhöhen.

24.04. Bundesweiter Aktionstag gegen Gas

Am Freitag, den 24.04.26 um 17 Uhr rief Fridays for Future Regensburg zu einer Kundgebung am Bismarckplatz auf, um gegen die Energiepolitik von Ministerin Katherina Reiche, die Deutschland immer weiter in die fossile Abhängigkeit treiben und damit de facto die Energiewende begraben will, zu protestieren. 300 Menschen nahmen an der Kundgebung teil. Die Aktivist*innen fordern konsequenten Klimaschutz, ein eindeutiges Abwenden von der bizarren Politik von Reiche und treten ein für eine zwingend notwendige, sozial gerechte Energie- und Wärmewende. 

„Katherina Reiche und die CDU sind auf dem besten Weg, die Energie- und Wärmewende in Deutschland zu beerdigen. Das macht mir große Angst, aber vor allem macht es mich wütend. Dass es sich Reiche herausnehmen kann, zu versuchen ihre Politik durchzubringen, die abgesehen von Lobbyismus kaum erklärt werden kann, ist desaströs. Keine ihrer Entscheidung bringt uns etwas oder sind logisch erklärbar. Diese Pläne beenden die Klimaziele faktisch und sorgen für höhere Mieten. Sogar die Wirtschaft spricht sich dagegen aus“, erklärt Nina Maier von FFF Regensburg. „Statt Lobby-Geschenke für fossile Konzerne braucht es den konsequenten Ausbau von erneuerbaren Energien, Speichern und nachhaltiger Wärmeversorgung. Nur so schaffen wir eine klimaneutrale und sozial gerechte Zukunft.“

Auf der lauten, bunten Kundgebung gab es Redner*innen von Greenpeace, den Omas4Future, Scientist Rebellion, Ende Gelände und der Grünen Jugend. Außerdem gab es Live-Musik, die den Protest musikalisch untermalte. Hauptsächlich richtete sich die Kundgebung gegen die erneuerbare Energien abbauende Politik von Katherina Reiche. Die Klimabewegung warnt insbesondere vor den wirtschaftlichen Risiken fossiler Energien. Steigende Gas- und Benzinpreise in internationalen Krisen zeigten immer wieder, wie stark Deutschland von fossilen Energien abhängig ist. Erneuerbare Energien hingegen ermöglichten stabile Preise, reduzierten die Abhängigkeit von autoritären Regimen und sind auch – wenig überraschend – besser für das Klima als das Verheizen von fossilen Energieträgern. Gas ist und bleibt dreckig und lässt sich nicht schön rechnen.

„Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit sind keine Nice-to-haves, sondern eine politische Pflicht“, so Yara Pfeiffer von FFF Regensburg. „Wenn die Bundesregierung jetzt Rückschritte bei der Energie- und Wärmewende macht, gefährdet sie sowohl die Klimaziele als auch bezahlbare Energie für uns alle. Wer für soziale Gerechtigkeit stehen will, muss auch für eine bezahlbare und erneuerbare Energieversorgung kämpfen. Am 24. April gehen wir auf die Straße, weil wir eine Regierung brauchen, die Verantwortung übernimmt und den Ausbau nachhaltiger Technologien entschlossen vorantreibt.“

Keine Sallerner Regenbrücke! – Banneraktion in der Donau

Klimaaktivist*innen von Fridays for Future Regensburg stellten sich am Mittwoch, 24.06.26 mit einer Banneraktion in der Donau gegen den geplanten Ausbau der Nordgaustraße samt des Baus der Sallerner Regenbrücke. Sie fordern zukunftsgerechte Mobilität statt neuen fossilen Großprojekten. Ebenfalls machten sie auf das Bürgerbegehren der BI „Mobilität neu denken“ aufmerksam, bei welchem es bald zu einem Bürgerentscheid kommen soll.

„Wir protestieren nicht nur gegen die Sallerner Regenbrücke, sondern vor allem für den Erhalt von wichtigen Grünflächen, den Ausbau eines umfangreichen ÖPNV-Netzes für alle und urbanen Lebensraum nicht weiter in Betonwüsten zu verwandeln. Wir wollen keine Stadt, die Verkehrsentscheidungen von vor 70 Jahren durchsetzt. Wir wollen eine Stadt, die auf die Bedürfnisse der Menschen eingeht, die jetzt hier leben. Und dazu zählt sicherlich nicht, eine Stadtautobahn quer durch Regensburg zu walzen oder noch eine Brücke zu bauen, die uns nur mehr Lärm bringt. Wenn wir wollen, dass Regensburg nicht immer heißer wird, dann müssen wir aufhören, tonnenweise Beton zu nutzen und unsere grünen Flächen zu roden. Gerade in einer Hitzewelle wie sie uns jetzt gerade trifft, müssen wir einsehen, dass die Klimakrise uns schon zu Teilen erreicht hat und wir nicht so weitermachen können wie zuvor“, fordert Yara von FFF Regensburg.

FFF fordert: Was Regensburg braucht, sind ein gut ausgebauter kostenloser ÖPNV, ein durchgehendes Radwegenetz mit der Umsetzung der beschlossenen Fahrradhauptrouten, und die Stadtbahn – statt die milliardenteure Sallerner Regenbrücke inklusive neuer Stadtautobahn, die nur noch mehr Lärm, Verkehr und Feinstaub in die Stadt bringt. Die Buslinien stoßen an ihre Leistungsgrenze. Noch mehr Autos kann weder die Verkehrsinfrastruktur noch die Luftqualität oder die Hitze in der Stadt vertragen.

„Politik des vergangenen Jahrhunderts fortzusetzen, wird die Probleme der Gegenwart nicht lösen. Die Klimakatastrophe ist das zentrale Problem des 21. Jahrhunderts – da wir das jetzt schon einige Jahre wissen, sollten wir auch endlich anfangen, danach zu handeln. Wir haben keine Zeit mehr. Wir müssen jetzt klug vorgehen. Und dazu gehört nicht, weiter auf fossile Großprojekte zu setzen, die das Auto stärken. Also raus aus dem motorisierten Individualverkehr und rein in eine Verkehrswende für alle!“, fordert Laura Hupfer von FFF Regensburg.

Die-In am Hitzeaktionstag in Regensburg

Am Donnerstag, 11.06. war deutschlandweiter Hitzeaktionstag, dem sich die Ortsgruppe von Fridays for Future Regensburg mit einem Die-In angeschlossen hat. Denn Hitze ist das größte durch die Klimakrise bedingte Gesundheitsrisiko in Deutschland und sie betrifft alle. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, chronisch Kranke, Kinder und Menschen, die im Freien arbeiten. Extreme Hitzeereignisse mit lang anhaltenden Temperaturen über 40 Grad werden künftig auch in Deutschland häufiger auftreten. Deshalb fordert FFF einen detaillierten Klimaresilienzplan für die Stadt Regensburg.

„Jedes Jahr im Sommer merken wir, dass die Klimakrise nicht nur eine wissenschaftlich anerkannte Tatsache, sondern auch schon Realität ist. Unsere Sommer werden immer heißer und damit auch unsere Städte. Regensburg ist davon im Besonderen betroffen. Regensburg ist eine stark versiegelte Stadt und heizt sich dadurch besonders stark auf. Ende Mai war Regensburg zeitweise die heißeste Stadt Deutschlands mit knapp zwei Grad Vorsprung. Es ist klar: wenn wir wollen, dass man sich auch im Sommer noch in der Stadt aufhalten kann, dann müssen wir jetzt etwas verändern. Weniger Versiegelung, mehr Grün in der Stadt. Die Lösungen gibt es. Jetzt müssen sie nur noch umgesetzt werden.“

Der Hitzeaktionstag 2026 steht unter dem Schwerpunktthema „Gemeinsam vorsorgen gegen Extremhitze“. Das Positionspapier zur Krisenresilienz bei Extremhitze zeigt, welche Maßnahmen im Expliziten notwendig sind, um Menschen wirksam zu schützen und die Hitzeresilienz in Deutschland zu stärken. Die genauen Forderungen sind zu finden unter hitzeaktionstag.de.

„Die zunehmende Häufigkeit und Intensität von Hitzeperioden gefährden die Gesundheit der Bevölkerung, insbesondere Personengruppen mit erhöhtem Risiko. Daher ist Hitzeschutz auch eine Frage der gesundheitlichen Chancengleichheit und sozialen Gerechtigkeit. Somit ist es eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, derer wir uns alle annehmen müssen, um hitzebedingte Gesundheitsrisiken zu minimieren, die Versorgungssicherheit zu gewährleisten und die Widerstandsfähigkeit des Gesundheits-, Pflege- und Sozialwesens zu stärken.“

Dafür trafen sich Menschen für einen Die-In auf der Steinernen Brücke, um auf die gesundheitlichen Auswirkungen von Hitze und potenzielle Hitzetote aufmerksam zu machen.

REICHE, ES REICHT! – Bundesweiter Aktionstag gegen Gas am 10.07.2026

Am Freitag, 10.07. war bundesweiter Aktiontag gegen Gas und die Politik von Katherina Reiche. Auch Fridays for Future Regensburg beteiligte sich bei dem Protest durch eine Kundgebung am Neupfarrplatz um 19:00. Dabei positionieren sie sich deutlich gegen die Gaspolitik von Reiche und machten deutlich, welche Konsequenzen diese für die deutsche Klimapolitik hat. 

„Während ganz Deutschland durch die Hitze spürt, wie sich die Klimakrise immer weiter verschärft, setzt die Bundesregierung weiter auf teures und dreckiges Erdgas – und heizt damit die Klimakrise weiter an. Das ist vollkommen absurd. In den letzte Wochen haben wir doch alle gemerkt, dass tagelang 37 Grad nicht normal sind, dass wir vermehrt Hitzerekorde hatten, dass Menschen gestorben sind. Und die Antwort der Regierung darauf ist mehr fossile Energie? Das können wir nicht hinnehmen“, erklärt Yara Pfeiffer von FFF Regensburg.

Es braucht ein Sofortprogramm um den Gasausstieg zu beginnen: den sofortigen Stopp neuer Gasförderungen, den Ausbau klimafreundlicher Heizungen und den schnellen und konsequenten Ausbau der Erneuerbaren. Keine neuen fossilen Großprojekte – keine Bohrung, keine Pipeline und kein Kraftwerk. Außerdem muss es eine soziale Energiegarantie geben. Versorgung darf kein Luxus sein. Es braucht eine Preisgarantie für den Grund bedarf von Strom und Wärme und starke Förderungen für Wärme- und Energiewende. Doch in den vergangenen Monaten hat Wirtschaftsministerin Katherina Reiche bewiesen, dass sie sich jeder vernünftigen und verantwortungsbewussten Energiewende verweigert – und stattdessen schamlos die Interessen der Gaslobby durchboxt. Deswegen ist klar: Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche muss entlassen werden. 

„Nichts ist grotesker, als sich bei fast 40 Grad von unseren Klimazielen zu verabschieden. Wir lassen nicht zu, dass die Hitze vergessen wird, nur weil es nicht mehr so heiß ist, dass man nicht mehr aus dem Haus kann – oder hinein. Reiches Politik verschärft solche Hitzeperioden und ist damit menschenfeindlich. Menschen sterben. Vor allem vulnerable Gruppe, wie Kinder, Schwangere, ältere Menschen und Menschen mit Behinderung. Wir wollen nicht, dass diese Hitze zur Normalität würd. Darum gehen wir am 10.07. In ganz Deutschland auf die Straße, um uns gegen Reiches Politik zu wehren, die unser Recht auf Zukunft, die das Recht auf Leben, an die Gaslobby verkauft. Wir fordern Reiches Rücktritt. Sie ist untragbar“, sagt Laura Hupfer von FFF Regensburg.

Fridays for Future Regensburg versammelte sich mit 75 Menschen am Neupfarrplatz und protestierten dort mit Bannern und Plakaten. Zudem legten sie sich als Buchstaben auf den Boden und bildeten daraus die Worte: „KOA GAS“. Koa Gas am Ammersee und anderswo!

Menschen liegen vor der Neupfarrkriche auf dem Boden und formen mit ihren Körpern die Buchstaben "KOA GAS"

14.02. Bundesweiter Klimastreik

Vor der Bundestagswahl gehen wir nochmal auf die Straße, um unsere Forderungen lautstark in die Öffentlichkeit zu tragen. Die Klimakrise ist eines der Themen, das die Menschen am meisten beschäftigt, doch nichtsdestotrotz werden Klimaschutz und Klimagerechtigkeit immer wieder vergessen. Das ändern wir.

Unsere Forderungen lauten:

  • Gasausstieg 2030
  • Sozial gerechte Mobilitäts- und Wärmewende
  • Besteuerung von Superreichen und fossile Konzernen
  • Fond für Anpassungsmaßnahmen an die Klimakrise
  • 300.000 Ausbildungsplätze für Zukunftsjobs pro Jahr

Wir fordern: Klimaneutralität bis 2035!

Konkret heißt das bei uns:

  • Keine neue Gasförderung am Ammersee! Stattdessen erneuerbare Energien ausbauen
  • Sozial gerechte Mobilitätswende anstelle einer neuen Stadtautobahn und Sallerner Regenbrücke
  • Klimaanpassung und Stadtkühlung in Regensburg vorantreiben
  • Sozial gerechten Wohnraum vorantreiben und hohen Leerstand bekämpfen

Ihr wollt vor der Bundestagswahl nochmal so richtig laut sein und der Politik zeigen, welche Themen gerade wichtig sind? Dann geht mit uns am 14.02. auf die Straße!

14.02. // Regensburg // 15:00 // Stadtamhof

climate justice is global justice // climate justice is social justice